Pressemitteilung

Allensbach-Umfrage zur girocard Bezahlen in Deutschland: Die Koexistenz von Tradition und Innovation - Ein Auslaufmodell?

Infografik zur Allensbachumfrage

Berlin, 08.03.2016: Die Zukunft unserer Bezahlpraxis ist ein Thema, das die deutsche Medienlandschaft derzeit beschäftigt. Soll eine Bargeldobergrenze eingeführt werden, Kleinstmünzen gar abgeschafft? Wird Bargeld nach und nach aus unserem Alltag verschwinden und von elektronischen Zahlungsmitteln abgelöst? Und ist die Koexistenz von traditioneller und innovativer Bezahlung somit ein Auslaufmodell? - Sollte dem so sein, ist eines unerlässlich: Entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Schließlich ist Bezahlen ein Vorgang, der von einem hohen Sicherheitsbedürfnis geprägt ist. Und diesen Wunsch sieht die große Mehrheit der Bevölkerung durch das elektronische Bezahlverfahren der girocard befriedigt. Wäre Bargeld in Zukunft keine Option mehr im Spektrum der Bezahlverfahren, würden die meisten Deutschen ihre Kosten am liebsten mit der Debitkarte der Deutschen Kreditwirtschaft entrichten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie, für die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V. im September 2015 1.402 Bundesbürger ab 16 Jahren befragte*.

Bargeldlose, also elektronische Bezahlverfahren wie das der girocard, sind seit Jahren im Aufschwung - sie sind zu einem festen Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden und eine beliebte und viel genutzte Alternative zu Scheinen und Münzen. Insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung und Technologisierung unserer Gesellschaft schätzen Verbraucher die Modernität kartenbasierter Bezahlung. Auch Wirtschaft und Politik attestieren der bargeldlosen Zahlung vermehrt Zukunftsfähigkeit. Das Bezahlen von morgen? Für viele ohne den Einsatz von Barem.

Obgleich die vielfältigen Vorteile der Kartenzahlung von weiten Teilen der Öffentlichkeit schon heute geschätzt und erkannt werden - darunter neben der Modernität auch die Bequemlichkeit oder der Hygienefaktor - bevorzugen derzeit noch immer 48 Prozent derjenigen Personen, die über eine Bezahlkarte verfügen, eine Zahlung in bar. Ein weiteres Drittel macht den Einsatz der Zahlungsart vom jeweiligen Anlass abhängig. Ob sie sich am Bezahlterminal für das traditionelle oder das kartenbasierte Bezahlen entscheiden, hängt dann primär von einem Faktor ab: Wie viel Bargeld sie bei sich tragen. Rund drei Viertel der girocard-Besitzer orientieren ihre Wahl des Zahlungsmittels daran. Anderen verfügbaren Bezahlverfahren (29 Prozent), der Art des Geschäftes (26 Prozent) oder auch, welches Produkt oder welche Dienstleistung (26 Prozent) erworben werden soll, kommt dabei eine nachrangige Bedeutung zu.

Zukunftsfähiges Bezahlen - Sicherheit gewähren

Auch wenn die traditionelle Barzahlung in Deutschland folglich noch immer eine gewichtige Rolle in der Praxis einnimmt, werden die Vorzüge der girocard wahrgenommen: Die große Mehrheit der Bevölkerung erachtet die Zahlung mit der Debitkarte als sicher. Vor allem dann, wenn die Bestätigung durch die Eingabe einer PIN erfolgt (73 Prozent). Da das System der girocard auf den strengen Sicherheitsstandards und -anforderungen der Deutschen Kreditwirtschaft basiert, gilt: Risiken wird entgegengewirkt, indem man auf veränderte gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen reagiert. Denn je digitaler unsere Gesellschaft wird, umso wichtiger ist es auch, dass Daten sicher übertragen und fremde Eingriffe auf das Konto erschwert werden sowie Missbrauch vorgebeugt wird. Dies ist gerade bei Verlust oder Diebstahl der girocard von zentraler Bedeutung - und nur die wenigsten Bundesbürger haben in solch einem Falle negative Erfahrungen gemacht (4 Prozent). Kommen Scheine oder Münzen dagegen abhanden oder werden gar entwendet, so ist das Geld nicht mehr wiederzuerlangen. 46 Prozent der Bevölkerung mussten diese Lektion in der Vergangenheit lernen. Auch wurde zwei Drittel der Befragten bei einer Barzahlung bereits ein falscher Betrag als Rückgeld herausgegeben - ein weiterer Negativeffekt, der sich durch eine kartenbasierte Zahlung vermeiden lässt.

Noch herrscht sie vor, die Koexistenz von Barzahlung und E-Payment. Wie das künftig aussieht, wird die Zeit zeigen. Doch eines steht fest: Mit der girocard lässt sich die Zukunft des Bezahlens zweifelsohne gestalten.

* Weitere Ergebnisse der Befragung greift eine im November 2015 veröffentlichte Pressemitteilung auf, die den Einsatz der girocard und ihrer Prepaid-Bezahlfunktionen GeldKarte und girogo im kommunalen Raum zum Schwerpunkt hat.

Zur Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V.

Die Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V. mit Sitz in Berlin versteht sich als Netzwerk für Unternehmen und Institutionen, die die bargeldlosen Bezahlverfahren der Deutschen Kreditwirtschaft akzeptieren oder die hierfür notwendige Infrastruktur bereitstellen. Sie bündelt die Interessen ihrer Mitglieder und vertritt sie gegenüber Politik und Medien. Der Verein recherchiert neue Einsatzmöglichkeiten, initiiert Pilotprojekte und unterstützt bestehende Aktivitäten seiner Mitglieder, insbesondere in den Bereichen Marketing, Public Relations und Public Affairs. Die Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V. feierte im vergangenen Jahr ihr zehnjähriges Bestehen.

Zu den Bezahlverfahren

In Deutschland gibt es über 100 Millionen girocards sowie Kundenkarten von Banken und Sparkassen - fast jeder Bürger hat sie in der Tasche. Auch die GeldKarte, die kontaktbehaftete Prepaid-Funktion, die auf den meisten girocards vorhanden ist, ist weit verbreitet. Die GeldKarte ist eine "Geldbörse" in Chipform, die am Geldautomaten, an speziellen Ladeterminals oder über das Internet aufgeladen werden kann. girogo ist die kontaktlose Funktion der GeldKarte. GeldKarte und girogo dienen damit vorrangig als Kleingeldersatz.

Weitere Informationen finden Sie unter www.Initiative-DZ.de

Kontakt

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Tel.: 030 – 21 23 42 2 – 71
Fax: 030 – 21 23 42 2 – 99
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Material zum Download

URL: https://initiative-deutsche-zahlungssysteme.de/presse/pressemitteilungen/2016/08032016/
Stand: 19.08.2017 22:25:20
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