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„Made in Germany“ – Relikt oder steter Qualitätsbegriff?

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Berlin, 26.11.2019. Was im späten 19. Jahrhundert als Schutzmaßnahme vor vermeintlich schlechten Importgütern begann, mauserte sich schnell zum Inbegriff für Qualität: „Made in Germany“. Es ist ein Begriff aus einer Zeit, in der Deutschland einen Kaiser hatte, Sozialgesetze und Versicherungen neu geschaffen wurden und Carl Benz seinen Motorwagen zum Patent anmeldete.

Und beim Bezahlen? Wenige Jahre zuvor, 1875, war die Deutsche Reichsbank gegründet worden – der Vorläufer der Bundesbank. Und die Mark wurde neu als einheitliche, goldgedeckte Währung in Deutschland eingeführt. Bezahlen „Made in Germany“ gab es also schon zu dieser Zeit. Damals war jedoch noch nichts vom derzeit üblichen elektronischen Bezahlen, wie es heute allein mit der girocard im Schnitt fast 140 Mal pro Sekunde gemacht wird, zu erahnen. Insgesamt scheint unsere heutige Welt wenig mit der damaligen Zeit gemein zu haben. Kann der Qualitätsbegriff diese lange Zeit und den stetigen Wandel überstehen?

„Ja“, sagt eine Umfrage der Marktforscher von infas quo . Für 62 Prozent der Bevölkerung ist „Made in Germany“ demzufolge nach wie vor ein Qualitätsbegriff. Ein deutliches Signal für die Zukunft: Besonders ausgeprägt ist diese Einschätzung bei den jüngeren Befragten. In der Altersgruppe 16 bis 29 sehen mit zwei Dritteln (67 Prozent) die meisten Bürger das Herkunftssiegel als Qualitätsmerkmal.

Erstaunlich in Zeiten der Globalisierung: Während immer mehr Produkte aus fernen Ländern kommen und Transportkosten kontinuierlich sinken, geht die Mehrheit der Kunden (54 Prozent) davon aus, dass „Made in Germany“ in Zukunft gleich wichtig bleibt. Ein weiteres Viertel (25 Prozent) geht sogar von einer steigenden Bedeutung aus. Doch die Bürger bewerten die Frage sehr wohl mit einem differenzierten Blick: Dass zum Beispiel die girocard aus Deutschland kommt, empfinden rund zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten als (sehr) wichtig. Beim Herzensthema Auto hingegen findet derzeit nur die Hälfte (51 Prozent) eine Herkunft aus Deutschland wichtig – vielleicht auch eine Folge der jüngeren Vergangenheit. 

Zur Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V.
Die Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V. mit Sitz in Berlin versteht sich als Netzwerk für Unternehmen und Institutionen, die die bargeldlosen Bezahlverfahren der Deutschen Kreditwirtschaft akzeptieren oder die hierfür notwendige Infrastruktur bereitstellen. Sie bündelt die Interessen ihrer Mitglieder und vertritt sie gegenüber Politik und Medien. Der Verein recherchiert neue Einsatzmöglichkeiten, initiiert Pilotprojekte und unterstützt bestehende Aktivitäten seiner Mitglieder, insbesondere in den Bereichen Marketing, Public Relations und Public Affairs. Bereits seit vierzehn Jahren beschäftigt sich die Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V. mit dem Bezahlen in Deutschland.

Zu den Bezahlverfahren
Mehr als 100 Millionen girocards von Banken und Sparkassen gibt es in Deutschland - fast jeder Bürger hat sie in der Tasche. Immer mehr Banken und Sparkassen ermöglichen ihren Kunden mit der girocard als Deutschlands meist genutzter Debitkarte den neuen, komfortablen Service des kontaktlosen Bezahlens mit Karte und Smartphone. Weiterhin sind auch die Prepaid-Systeme GeldKarte (kontaktbehaftet) und girogo (kontaktlos) verbreitete Funktionen auf der girocard.
Weitere Informationen finden Sie unter www.initiative-dz.de

Kontakt
Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V.
Anne Ausfelder
Tel.: 030 – 21 23 42 2 – 71
anne.ausfelder@initiative-dz.de

 

Material zum Download

URL: https://initiative-deutsche-zahlungssysteme.de/aktuelles/2019/26112019/
Stand: 09.12.2019 05:38:53
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